Rufbusse in MV // Wegner: „Angebot darf keine Geisterfahrt in die Kostenfalle werden“

Am 16. April hat die Landesregierung den Startschuss für den Aufbau eines landesweiten Rufbus-Angebots in Mecklenburg-Vorpommern gegeben. Jutta Wegner, die mobilitätspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion im Landtag, betont die Bedeutung dieses Schrittes für die Mobilität im Land:


„In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern sind Rufbusse wahrscheinlich die einzige praktikable Option, um allen Bürger*innen Mobilität ohne eigenes Auto zu gewährleisten“, erklärt Wegner. „Allerdings können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch lange nicht von einem flächendeckenden Rufbussystem sprechen. Besonders in den östlichen Landesteilen ist das Angebot bisher begrenzt – diese Ungleichheit muss rasch behoben werden. Sonst fahren sie hinterher.“

Wegner weist darauf hin, dass trotz der Ankündigungen der Landesregierung Rufbusse eine kostspielige Mobilitätslösung darstellen. „Je mehr Menschen Rufbusse nutzen, desto höher sind die Kosten für die Landkreise“, rechnet sie vor.
Die Zukunft der Rufbusse in Mecklenburg-Vorpommern hängt laut Wegner von der finanziellen Unterstützung der Landkreise ab. „Es bleibt abzuwarten, ob die jährlichen Zuwendungen des Landes ausreichen werden, um die Kosten künftig zu decken“, sagt sie. „Das Rufbussystem darf für die Landkreise keine Geisterfahrt in die Kostenfalle werden.“

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