Volksinitiative fordert besseren Betreuungsschlüssel // Wegner: „Brauchen verbindlichen Umsetzungsplan für gute Kinderbetreuung im ganzen Land“

Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wurde heute die Volksinitiative „Betreuungsschlüssel für Kindertageseinrichtungen in M-V senken“ beraten. Die Initiator*innen fordern eine Fachkraft-Kind-Relation von 1 zu 4 in der Krippe, 1 zu 10 im Kindergarten sowie 1 zu 17 im Hort. Die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern, Jutta Wegner, begrüßt den Vorstoß:

„Überlastung, Burnout und hohe Krankenstände sind Folgen der Arbeitsbedingungen, unter denen viele Erzieher*innen im Land leiden. Für unsere Kitas, deren Kernaufgabe in der frühkindlichen Bildung liegt, ist das eine Katastrophe. Mit zahlreichen Unterschriften macht die Volksinitiative deutlich, dass dieser Missstand auch längst in der Bevölkerung als drängendes Problem wahrgenommen wird.

Wir müssen dieses Votum ernst nehmen und es in unsere anstehenden Beratungen zum KiföG einfließen lassen. Auch mit Blick auf die Einführung einer qualitativ hochwertigen Ganztagsbetreuung ab 2026 sind die genannten Zahlen aus der Praxis genau zu prüfen.“

Erster Schritt: ein landeseinheitlicher Mindestpersonalschlüssel

„Den Verfasser*innen der Volksinitiative ist bewusst, welche personelle und finanzielle Kraftanstrengung sie fordern. Es liegt nun in unserer politischen Verantwortung, die Möglichkeiten auszuloten, um diese Ziele langfristig zu erreichen. Der erste Schritt muss darin bestehen, einen landeseinheitlichen Mindestpersonalschlüssel festzulegen, anschließend müssen wir uns der Verkleinerung der Gruppen zuwenden. Nach den anstehenden Ausschussdebatten zur KiföG-Novelle brauchen wir einen verbindlichen Umsetzungsplan für gute Kinderbetreuung im ganzen Land!“


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