CDU-Gesetzentwurf zur Änderung des Schulgesetzes // Wegner: „Inklusion darf nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden“

Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wurde heute der Entwurf eines Siebten Gesetzes des Schulgesetzes seitens der CDU-Fraktion beraten. Diese fordert, die Inklusion der Kinder im Förderbereich Lernen um weitere drei Jahre zu verschieben. Demnach würde die Einführung eines inklusiven Schulsystems nicht wie derzeit vorgesehen bis zum Schuljahr 2027/2028 abgeschlossen sein, sondern erst im Jahr 2030. Die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern, Jutta Wegner, erteilt diesen Plänen eine klare Absage:

„Inklusion darf nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden: Der Aufbau eines inklusiven Schulsystems ist eine einmalige Chance, die Leistungen unserer Kinder sowie ihre soziale und emotionale Entwicklung zu stärken. Dies zeigen nicht nur erfolgreiche Schulen in Deutschland, sondern auch weltweit. Mecklenburg-Vorpommern hat die Inklusion der Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen bereits einmal verschoben, ursprünglich sollte dieser Prozess schon in diesem Jahr abgeschlossen sein.

Meine Fraktion fordert daher nicht zum ersten Mal, den Kreis der Modellschulen endlich auszubauen. Nur anhand erfolgreicher Vorbilder können wir anschließend in die Fläche gehen. Multiprofessionalität und gut ausgestattete Schulen muss es für alle Schüler*innen geben. Der Landesregierung jetzt erneut Zeit zum Aufschieben zu geben, sehe ich nicht ein. Die Probleme liegen auf der Hand – sie sind jetzt und nicht erst in drei Jahren mit aller Kraft anzugehen und zu lösen.“

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